Shetland Nordsee 2014

Logbuch von Vlieland  nach Zürich 

(05.07.2014 - 12.07.2014 )

05.07.2014

Vlieland - Vlieland, 0 sm. S-SW Starkwind, Regen, nie Sonne.

Bei dieser Wetterprognose: bewölkt, Starkwind, gelegentlich Regen, machten wir wieder einen Hafentag. Es regnete ab 10 Uhr und der Wind pfiff den ganzen Tag mit bis über 28 Knoten in den Wanten. Ausruhen, lesen, Louisas Röckchen fertig zusammennähen, Internet, Bilderalbum, es gab genug zu tun. Es legten nur wenige Boote ab, dafür kamen immer mehr in den Hafen und der Hafen wurde bis zum Abend randvoll.
Zum Glück waren wir schon hier und hatten einen Platz! Und zum Glück hatten wir uns für den Nachttörn entschieden, denn bei diesem Wind und Wetter auf der Nordsee hierher hätten wir kaum Feriengefühle gehabt.
Am späteren Nachmittag machten wir noch einen längeren Spaziergang dem Strand entlang und staunten, wie viele Schiffe noch den Hafen ansteuerten (und einen Platz fanden).

06.07.2014

Vlieland - Vlieland, 0 sm. Regen und starker Wind, zwischendurch mal etwas Sonne.

Vom Wetterbericht her war es klar: Kein Ferienwetter. Es regnete mehrmals ganz tüchtig, und teilweise waren die Regengüsse mit Sturmböen von 35 kn Wind begleitet. Es reichte trotzdem mal zu einem Spaziergang zum Leuchtturm von Vlieland. Von hier sahen wir die vorgestrige Route (rot/grüne Tonnen) entlang des Strandes, aber auch nach Terschelling und bis hinüber zum Festland über die Waddenzee nach Harlingen.
Richtiges Wetter für einen Pausentag. Unter anderem wurde das Album der letzten Norwegen-Etappe bereitgestellt (siehe in den Fotogalerien).

07.07.2014

Vlieland - Harlingen, 16.4 sm. Schön, SW4, am Abend NW2.

Gemäss den Unterlagen wird Niedrigwasser um 10 Uhr sein, und anschliessend fliesst das Wasser wieder hinauf Richtung Harlingen und IJsselmeer. So machten wir uns bereit, um halb zehn starteten wir, hatten aber recht Mühe, aus dem vollen Hafen rauszukommen, ein Boot nach dem anderen fuhr aus seiner Box, und jene, die gestern Abend spät kamen, suchten bereits eine leere Box für ihren Aufenthalt.
Gemütliches Segeln auf der Waddenzee (meist Raum- oder Halbwind), zuerst nur mit der Genua, später auch noch mit dem Gross: Es war fast wie bei einer Regatta, so viele Schiffe waren in der Fahrstrasse unterwegs, teils auch im Gegenverkehr. Die grossen Traditionsschiffe unter ihren braunen oder weissen Gaffelsegel kreuzten gar gegen den Wind von einer Tonne zur anderen bzw. meistens darüber hinaus, die wissen genau, wo es wie tief ist und wo man ausserhalb des Tonnenstrichs fahren kann.
In Harlingen ging es zuerst unter einer Fussgängerbrücke durch (kurze Wartezeit), und nachher unter einer Strassenbrücke (20 Minuten warten), so kamen wir in den Noorderhaven von Harlingen. Es hatte noch sehr wenige Boote hier, aber bis gegen den Abend wird der Hafen sicher im 2er- und 3er-Päckchen dicht gefüllt sein.
Nach einem Spaziergang durch die alte Hafen- und Fischerstadt (und etwas weniges noch einkaufen) wars dann Zeit für Dusche und Znacht.

08.07.2014

Harlingen - Stavoren, 18.0 sm. Bedeckt, später Regen, N-3, am Abend N5-6.

Wir wollten die Brückenöffnung von 06:55 nicht verpassen, unser Aussenlieger fuhr sogar noch früher los. Denn einerseits wollten wir genügend Wasser unter dem Kiel haben für die Strecke bis zur Kornwerderzand-Schleuse ins IJsselmeer, andererseits war für den Nachmittag Regen und starker Wind angesagt.
In der Waddenzee bis zur Schleuse konnten wir (langsam) segeln, und die Brücke und die Schleuse war für uns gerade grün, wir konnten nur noch einfahren und festmachen, und 5 Minuten später waren wir im IJsselmeer. Von hier ging es weiter unter Segel gegen Süden, allerdings langsam, denn der schwache Wind kam sehr achterlich. Die graue Wolkenfront war immer vor uns, aber geregnet hat es erst im Hafen.
In Stavoren kamen wir noch vor dem Mittag an, wir erhielten einen guten Platz mit seitlichem Steg. Und der Platz war auch ideal, um hier unsere Regina für das Winterlager vorzubereiten. Aber zuerst machten wir einen Spaziergang ins alte Städtchen und zu einem Kaffee. Später starteten wir mit den Einwinterungstätigkeiten. Die Liste war recht lang, was wir alles machen wollen / müssen; begonnen haben wir nun mit der Reinigung (Entsalzung) der Ankerkette / des Ankers und des Ankerkastens. Bald begann es jedoch zu schütten und sehr stark zu winden, und wir verzogen uns ins Schiffsinnere.

09.07.2014

Stavoren - Stavoren, 0 sm. N7 und Regengüsse, erst am Abend etwas weniger Wind und etwas Sonne.

Es war eine unruhige Nacht. Trotz Hafenplatz rüttelte der Sturm am Schiff und das Wasser schwappte an die Bordwand.
Erst am späteren Nachmittag liess der Starkwind nach, und wir konnten einen kleinen Spaziergang machen und anschliessend mit der Checkliste für die Winteraufbereitung der Regina fortfahren. Der Morgen aber war faul und trotz Geschaukel gemütlich, mit Tagi lesen und im Internet surfen und zwischendurch auch wieder einnicken.
Der Nachmittagsspaziergang führte zum anderen Hafen von Stavoren, wo es eine ähnliche Infrastruktur hat wie hier im Aussenhafen, der Zugang geschieht aber über die Schleuse des Fahrwassers für das Friesland.

10.07.2014

Stavoren - Medemblik, 11.5 sm. Schön, N4

Bei der Werft angekommen, nach einem schönen Segelschlag quer übers IJsselmeer.
Am Morgen arbeiteten wir noch am Schiff und genehmigten uns eine Dusche, und am Nachmittag hatten wir noch das letzte Mal ein schönes Segelfeeling (Halbwind, Sonne, keine Wellen: herrlich und schnell), für lange Zeit nun wieder ohne Regina. In Medemblik besuchten wir zuerst die Tankstelle, um den Tank randvoll zu füllen, und dann ging es durch eine Klappbrücke und eine Schleuse (2 m tiefer) zur Gracht, wo die Werft zu Hause ist.
Hier ging es dann weiter mit den Abschlussarbeiten. Die Schiffsübergabe machen wir dann morgen.

11.07.2014

Medemblik - Medemblik, 0 sm. Schön und heiss, fast ohne Wind.

Regina aufbereiten für den Winteraufenthalt: Innen und aussen gründlich reinigen, und die restlichen Winschen auseinandernehmen, reinigen und frisch einfetten, die Segel abnehmen und versorgen, und vieles mehr. Der Tag war ausgebucht mit Tätigkeiten.
Und am späteren Nachmittag kam dann noch Douwe von der Werft vorbei und wir besprachen die Tätigkeiten der Werft für die Winterzeit. Leider können wir noch kein Datum nennen, wann wir nächstes Jahr die Regina wieder fahren wollen, wir wissen auch noch nicht wohin.
Der Abschluss des Tages bildeten dann eine Dusche, der Spaziergang ins Zentrum von Medemblik und der Znacht auswärts.

12.07.2014

Medemblik - Zürich, 0 sm. Zuerst heiss (in Holland), später kühl und feucht (Schweiz).

Frühes Aufstehen und letzter Zmorgen: Wir müssen noch fertig packen und die letzten Staubreste aus den Schaps entfernen. Douwe ist heute nochmals am Arbeiten, wir verabschieden uns und wünschen einen erfolgreichen Sommer. Mit etwas Wehmut verlassen wir das Gelände (wir hätten nochmals 10 Wochen ausgehalten!).
Die lange Reise zurück nach Zürich begann, zuerst mit dem Bus nach Hoorn, dann mit dem Zug nach Amsterdam, später weiter nach Utrecht und dann mit dem deutschen ICE bis Köln. Hier hatten wir Zeit für einen kleinen Spaziergang um den Dom und für ein Nachtessen. Und dann ging es weiter mit einem ICE bis Basel, das wir leider etwas verspätet erreichten, mit dem späteren Zug nach Zürich und dann der S-Bahn zur Haustüre bei der Hardbrücke. Ankunft zu Hause um 00:45.

Links für weitere Informationen:
www.klerkyachtservice.nl/

 

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