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Logbuch: |
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Fr,
9.4.2010 |
Reise
Zürich - Florenz. Mit der Bahn über Milano nach Firenze:
Fahrplanpünktlich
um 15 Uhr standen wir im Bahnhof, gingen zum nahen Hotel "Duca
d'Aosta" und machten dann einen sehr ausführlichen Spaziergang kreuz
und quer durch Florenz. Es war angenehm warm, allerdings hatte es
tausende von Touristen, die alle auch Florenz anschauen wollten.
Erst recht spät kamen wir wieder ins Hotel zurück. Uebrigens: Im
Haus unseres Hotels hatte es noch drei andere Hotels, jedes auf
einer anderen Etage. Uns fiel auf, dass seit unserem letzten Besuch
die Fussgängerzonen vergrössert wurden und auffallend viele Leute
mit dem Velo unterwegs waren, sowohl junge wie auch viele ältere
einheimische Leute. Und ein neues Tram fuhr vor dem Bahnhof vor,
viele Elektrobusse zwängten sich durch die engen Gassen.
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Sa,
10.4.2010 |
Florenz - Piombino - Portoferraio,
schönes warmes Wetter.
Die Zugsreise wäre noch kürzer, wenn in Livorno ein besserer
Anschluss vorhanden wäre. Doch um 15 Uhr standen wir - nach der
Fährenüberfahrt und einem längeren Fussmarsch mit dem Gepäck - auf
dem Gelände von Sun Charter. Die Schiffsübernahme war angenehm, wir
hatten genügend Zeit zum Einkaufen (mit Abholservice), und auch die
wichtigsten Geräte konnte ich bereits etwas kennenlernen
(GPS-Kartenplotter, Funk).
Michael und Patrick verspäteten sich wegen eines verpassten
Zugsanschlusses in Genua. Aber um 20 Uhr standen sie auch da und
erhielten - nach dem Znacht - auch die erste Einführung zum Schiff
und zum Verhalten beim Segeln. |
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So,
11.4.2010 |
Portoferrraio, bedeckt und
windig. Der Wetterbericht lautete auf 7bf mit noch stärkeren Böen -
nicht das ideale Wetter für Patrick, unseren Segelbenjamin (das
erste Mal auf einem Segelboot). So nahmen wir uns die Zeit, nach dem
Frischbroteinkauf das Schiff besser kennenzulernen und vor allem, um
Portoferraio gründlich anzuschauen, sonst hat man ja kaum Zeit dazu.
Die Stadt schien ziemlich ausgestorben: einerseits war Sonntag,
andererseits gab es fast keine Touristen. Auch der Stadthafen hatte
beliebig viele Plätze frei für Boote jeder Grösse. Aber für die
Besichtigung der Napoleon-Häuser, des Leuchtturms und der engen
Gassen war es sowieso angenehmer ohne Touristen. In der Pizzeria
waren wir die einzigen Gäste, aber das Tiramisu war hervorragend. |
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Mo,
12.4.2010 |
Portoferraio - Capraia, 28.4 nm, meist NE 5,
sonnig. Endlich segeln. Um 10 Uhr, nach einem Reparaturversuch des
Windmessers durch Jörg (Sun Charter), fuhren wir endlich los. Gleich
nach dem kleinen Inselchen nördlich von Portoferraio hissten wir die
Segel (und mussten sie bald auch reffen). Bald sahen wir auch
Delphine in den Wellen. Unterwegs machten wir noch eine Demo eines
Mann-über-Bord-Manövers, wobei das Beiliegen mit diesem Schiff nicht
einfach ist, es läuft zu gut. Alles in Allem: herrliches Segeln bei
tüchtig Wind. Allerdings schaffte es Patrick, das Frühstück den
Fischen zu opfern.
Bereits um 15 Uhr erreichten wir den Hafen von Capraia und erhielten
Hilfe beim Vertäuen; viel hatte der Hafenwart allerdings nicht zu tun, gerade
mal 4 Schiffe übernachteten hier.
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Di,
13.4.2010 |
Capraia - Bastia Vieux-Port, 33.9 nm , E 2-3, später N
0-1, sonnig. Michael hat Geburtstag, packt die Geschenke aus und
kann alle Kerzen auf einmal ausblasen. Mit schwachem Ostwind
segelten wir ganz langsam der Ostküste entlang zur Nordspitze
Capraias und nahmen Kurs zum Cap Corse, mit Wind genau von achtern.
Nach 2 Stunden beschlossen wir, nicht nach St-Florent, sondern mit
Südkurs direkt nach Bastia zu segeln, mit diesem Tempo wären wir
erst in der Nacht angekommen (und für den nächsten Tag zum
Zurücksegeln war noch weniger Wind angesagt). Der Wind wurde immer
schwächer, am Schluss mussten wir noch 20 Meilen mit Motor fahren.
Ein sehr langer Spaziergang durch Bastia und Auswärtsessen in
"Frankreich", auch eine Dusche in der Capitaneria, beschlossen den
Tag. |
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Mi,
14.4.2010 |
Bastia - Marina di Campo (Anker), 39.0 nm,
zuerst SE 2, später NE 2, am Schluss NE 0-1, sonnig. Wir fahren
zuerst los, unsere beiden Nachbarschiffe (die einzigen im Hafen)
starteten erst viel später. Mit leichtem Wind ging es ostwärts zurück
nach Elba. Immer wieder mussten wir den Motor zu Hilfe nehmen, wenn
der Wind ganz verschwand. Unterwegs bei einer Untiefe (23 m)
versuchte Elisabeth mit dem Norweger-Fischergerät zu fischen - und
zog einen Rotbarsch an Bord. Der war allerdings zu klein und durfte
wieder zurück ins Meer. Vor dem Strand von Marina di Campo warfen
wir - nach dem Abfahren des möglichen Schwojkreises - den
Anker und verbrachten eine herrliche ruhige Nacht - ganz sanft
schaukelnd - fast ganz alleine auf dem Meer.
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Do,
15.4.2010 |
Marina di Campo - Porto Azzuro, 16.2 nm,
zwischendurch SE 2-3, sonst E-SE 1, sonnig. Auch dieser Tag war wie
gestern: schön und warm und wenig bis kein Wind. Der Motor kam immer
wieder zum Einsatz. Elisabeth versuchte nochmals bei einer Untiefe
zu fischen, diesmal aber ganz erfolglos. Sehr langsam segelten wir
um die Südspitze von Elba herum und erreichten die Bucht Cale di
Mola, wo wir wieder den Anker warfen. Allerdings hatte es tüchtige
Fallböen aus allen Richtungen, eigentlich nicht so angenehm zum
frei Ankern. So verlegten wir das Boot an den Steg im Hafen von Porto
Azzuro und konnten so das hübsche Städtchen erkunden (und eine Pizza
essen).
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Fr,
16.4.2010 |
Porto Azzuro - Portoferraio, 20.9 nm,
W2 -3, manchmal 0-1, meist bedeckt, etwas Sonne. Die ersten paar
Meilen lagen wir im Windschatten von Elba, später gab es dann etwas
Wind. Bei der Umrundung der Insel Palmaiola hatten wir sogar 3bf und
Schräglage. An der Nordspitze versuchte Elisabeth bei 6 m Tiefe
nochmals zu fischen - wieder erfolglos. Etwa 4 Meilen vor
Portoferraio verliess uns der Wind definitiv und wir gelangten unter
Motor zur Tankstelle beim Stadthafen (1 h warten wegen Siesta) und
dann weiter zum Liegeplatz bei der Charterbasis. Die Schiffsübergabe
war problemlos, es funktionierte ja alles und eine Grund- oder sonst
eine "feindliche" Schiffsberührung hatten wir ja nicht. Am Abend
blieben wir auf dem Boot und packten gemütlich ein - die Stadt
kannten wir ja bereits.
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Sa,
17.4.2010 |
Heimreise via Piombino - Florenz - Milano - Zürich.
Auf Elba schön, später unterwegs Regen und Gewitter.
Die Rückreise ging wieder per Fähre und Bahn via Piombino / Florenz und Milano
nach Zürich,
dank reservierten Sitzplätzen hatten wir kein Problem (andere Leute
schon: wegen der Aschenwolke des Islandvulkans waren alle Flüge nach Norden
abgesagt). Etwas störend war der lange Aufenthalt in Campiglia,
dafür gings um so schneller von Florenz nach Milano mit
Hochgeschwindigkeit.
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