Ankern hinter der Insel Budelli (Maddalena-Inselarchipel, Nordsardinien), Bild T. Baur. Mit Klick aufs Bild wird es gross.

Segel-Törn 2005
 Nord-Sardinien

Inselarchipel / Nationalpark "La Maddalena"

Uebersicht
Bilder
Logbuch-Auszug
Zusammenfassung
weitere Infos / Links

 
Zeitpunkt:

 
23. April - 7. Mai 2005
 

Uebernahme:

Cannigione (Sardinien).
 

Hin-/Rückreise:

Bahn und Fähre via Genua / Porto Torres bzw. via Olbia / Livorno.
Fahrpläne: Hinreise - Rückreise.
 

Karte: (mit Klick darauf wird sie gross, mit der Route)

Route / Etappenorte

Cannigione - Portisco - Cala Spalmatore - Cala Lunga - Cala Tre Monti (Bitta) - S. Teresa di Gallura - Castelsardo - Baia di S. Reparata - Cala G. Marina (Budelli) - Golfo di Rondinara - Cala Gavetta Maddalena - Porto Massimo - Baia Insula Porro - Baia Caddinas - Palau - Cannigione
(mit Uebernachtung unterstrichen)
 

 
Schiff: Oceanis 381, "Naide"

Länge:

11.75 m

Baujahr:

1999

Breite:

3.92 m

Kojen:

6

Tiefgang:

1.62 m

Segelfläche:

Gr 30, RGe 39 m2

Verdrängung:

ca. 7200 kg 

Motor:

Yanmar 41.2 kW

Werft:   Bénéteau (www.beneteau.fr )
 

Vercharterer:

www.andromedanautica.com, via Agentur www.chartertransparenz.de
 

Skipper/
Crew:

Toni Baur /
Elisabeth, Daniela
 

Spezielles:

Infos / Bilder / Links / Reiseberichte
 

Ausschreibung:

Information im Internet und als Flyer

   

Uebersicht     Bilder    Logbuch-Auszug    Zusammenfassung     weitere Infos / Links

 

Die Bilder können auch grösser betrachtet werden, klick einfach aufs Bild!
  Bilder (c) Toni Baur

 

 

Der erste Tag ist ein Hafentag: Sturm mit 8bf im Hafen von Cannigione, auch für die Einheimischen eine Seltenheit. Am nächsten Tag in Portisco, im April ein leerer Retortenhafen und Platz zur Genüge, allerdings ziemlich ausgestorben. Frühlingssegeln bei heftigem Wind entlang der farbigen Blumenküste Sardiniens, hier im Golfo di Congianus. Daniela bei 6-7 bf Wind, Fahrt entlang der Costa Smeralda und später zwischen den Inseln Caprera und Monaci.

 

Elisabeth und Toni nach der Ankunft in der sehr angenehmen Ankerbucht Cala Spalmatore. Am nächsten Morgen - immer noch in der Cala Spalmatore - beim Zmorgen an der Sonne. Inselslalom im Maddalena-Insel-Archipel. Elisabeth bei angenehm vielem Wind, aber praktisch keine Wellen, in der Nähe des Capo d'Orso Sonnenuntergang in der Ankerbucht Cala Tre Monti (nördlich von Cala Bitta).

 

 

Blick von der Nordküste Sardiniens über die vorgelagerten Inseln nach Norden - zu den Schneebergen Korsikas. Blick durch die Frühlingsblumen vom Genuesenwachturm auf die Hafeneinfahrt von S. Teresa di Gallura hinunter

 

 

Blick auf den mit farbigen Blumen umgebenen Genuesenturm bei der Hafenausfahrt in S. Teresa. Die Altstadt von Castelsardo auf seinem Felsen in der spätnachmittäglichen Sonne. Nur noch zu zweit - ohne Daniela - gehts wieder Richtung Nordost, im Hintergrund das Städtchen Castelsardo. Wie in einer grossen Badewanne fühlt man sich in der berühmten runden Bucht Golfo di Rondinara in Südkorsika vor der Ankernacht, um diese Jahreszeit weit und breit kein anderes Boot

 

 

Im Hafen Cala Gavetta von La Maddalena. Wunderschöner Ankerort Cala Giorgio Marino zwischen den Inseln Budelli, Santa Maria und Razzoli, Blick über den Passo Secca die Morto (für uns nicht passierbar, weil nicht genügend tief) zur Insel La Maddalena

 

 

Frühlingsblumen an der Nordspitze von La Maddalena bei der Punta Marginetto (in der Nähe von Porto Massimo). Porto Massimo an der Nordspitze von La Maddalena. Frische sardische Früchte auf dem Markt in Palau In Olbia im Fährenhafen, unsere Fähre für die Ueberfahrt nach Livorno, kommt und wird die vielen wartenden Auto und Töffs mitnehmen.

 

Die Bilder können auch grösser betrachtet werden: klick einfach aufs Bild!
Bilder (c) Toni Baur

Uebersicht     Bilder    Logbuch-Auszug    Zusammenfassung     weitere Infos / Links

Die Route
(Auszug aus dem Logbuch)

Fr/Sa 22./23.4.

Reise Zürich - Genua - Porto Torres - Sassari - Tempio - Cannigione, dabei sehr abenteuerliche Fahrt von Tempio nach Arzachena. Schiffsübernahme / Einkaufen, starker E-Wind 6 bf, schönes sonniges Wetter.

So, 24.4.

Abwettern Starkwind Cannigione, bedeckt, SE 8 bf, Zusatzleinen auch für Nachbarschiffe, Dorfspaziergang, zusätzliches Einkaufen. Ab ca. 21 Uhr fast windstill.

Mo, 25.4.

Cannigione - Portisco, 20.0 sm, NW 4-5, später W 7, immer wolkenlos schön. MOB-Uebungen, Mooring im Hafen statt vorgesehene Ankerbucht. schönes und schnelles (gerefftes) Segeln. Ausgestorbenes Portisco.

Di, 26.4.

Portisco - Cala Spalmatore, 30.1 sm, wolkenlos schön, W 6-7, in Ankerbucht noch W2-3. Delphine gesichtet. Schönes Starkwindsegeln (Wetterbericht "W4, lokal mehr") und schöne Ankerbucht.

Mi, 27.4.

C. Spalmatore - Cala Tre Monti (Bitta), 30.0 sm, E 3, abends N 0-1. Hafenbesichtigung Porto Lungo (P. Massimo), Inselslalom, Mittagsbesuch Ankerbucht Cala Lunga, langes Aufkreuzen entlang Capo d'Orso, Ankern in Bucht Tre Monti (Bitta) mit wunderbarem Sonnenuntergang.

Do, 28.4.

C.Tre Monti - S.Teresa di Gallura, 19.1 sm, unterschiedliche Winde zwischen NW und E, 0-3 bf, aber immer sonnig (Morgennebel). Frühe Ankunft, langer Landgang und lange heisse Dusche.

Fr, 29.4.

S. Teresa - Castelsardo, 32.9 sm, NW2-3, teilw. auch 0 bf. Lange und eher langweilige Fahrt der unstrukturierten Küste entlang, Besuch Städtchen Castelsardo, auswärts essen.

Sa, 30.4.

Castelsardo - Baia di S. Reparata. 37 sm, zuerst NE 0-2, später SW5, abends SW-SE 0-1. Am Morgen Ausschiffen Daniela, von nun an zu zweit. Unangenehme Wellen und wechselnde Winde, aber schöne Ankerbucht (Boje nur für kleine Motorboote!).

So, 1.5.

B. Reparata - Golfo di Rondinara, 33.0 sm, NE 2-3, sonnig, am Morgen dicker Nebel. Zuerst im Nebel vorsichtig der sard. Nordküste entlang, später bei Sonne Ankerhalt in der Cala Marino bei I. Budelli, anschl Ueberfahrt nach Korsika direkt zum berühmten Golfo di Rondinara und Anker (allein!). Wunderschöner Segeltag. Und das Wasser wird immer wärmer: jetzt 18.5°C. Heckanker setzen  mitten in der Nacht wegen untersch. Schwell und Windrichtung.

Mo, 2.5.

G. Rondinara - Maddalena Gala Gavetta, 32.1 sm, NE 3, später SE 5, immer sonnig. Schönstes Segeln, zwischen Caprera und Monaci Windloch, anschl. mit SE5 bis Gavetta. Ausführliches Sightseeing im lebhaften Städtchen Maddalena.

Di, 3.5.

G. Gavetta - Porto Massimo, 15.8 sm, W2, später W5, sonnig und warm. Durchfahrt Chiesa, nochmalige Umrundung Caprera, Mooring Porto Massimo. Langer Spaziergang auf die umliegenden Hügel, anschl. noch mehrere Boote am gleichen Steg (sehr teurer Privathafen!).

Mi, 4.5.

P. Massimo - Baia Caddinas, 30.3 sm, W5, teilw bis 7bf, schön, später bedeckt. Wieder Caprera aussenseits, Kurs südl. um Capo Figari zur Bucht Porro (Nähe Olbia) zum Ankern, aber wegen Starkwindansage im Wetterbericht am Abend noch verholt nach Caddinas (Fischerhafen, einzige Yacht). Eher anstrengend, wechselnde Winde, Starkwind bis windstill.

Do, 5.5.

B. Caddinas - Palau, 38.8 sm, W5-6, längere Böen 8bf, schön. Aeusserst anstrengende Kreuzfahrt teilw. im 3. Reff (und das zu zweit: 15 Wenden immer hart am Wind!), aber zum Glück wegen den Inseln nur kleine Wellen.

Fr, 6.5.

Palau - Cannigione, Rückreise via Olbia, 7.1 sm, W 6-7, wolkenlos. Sehr schnelle Vorwindfahrt nur mit Genua 3. Problemlose Rückgabe (sehr genaue Kontrolle inkl. Taucher). Beginn der langen Reise nach Hause mit Bus nach Olbia und Nachtfähre weiter nach Livorno.

Sa, 7.5.

Reise Livorno - Zürich, mit Bahn via Florenz/Milano nach Zürich, an 17:51. Zuerst schönes Wetter, in der Schweiz regnet es.

Uebersicht     Bilder    Logbuch-Auszug    Zusammenfassung     weitere Infos / Links

Zusammenfassung:  

Daten: 326.2 sm unterwegs in diesen beiden Wochen, davon unter Segel 268.6, unter Motor 57.6 sm. Knapp 63 Std. gesegelt, und 17 Stunden lief der Motor. 11 Std. lang hatten wir Wind von 6 oder 7 bf, über 20 Std. 4-5 bf.
Erlebnisse: Der Törn begann auf der Hinreise: ein waghalsiger Chauffeur kurvte durch die sardischen Berge. Und ging am ersten Tag gleich weiter: Hafentag wegen zu starkem Wind (8 bf und mehr). In der ersten Woche zu dritt, in der zweiten Woche noch zu zweit, trotzdem gelangen alle Anlege- und Hafenmanöver erfolgreich und problemlos, obwohl um diese Jahreszeit noch keine Yachties helfen und keine Marineros unterwegs sind. Hinter den Inseln hat es wohl viel Wind, aber fast keine Wellen, erst ausserhalb des Capo Ferro und Caprera merkt man auch die Starkwind-Wellen. Wie üblich in dieser Gegend sahen wir mehrmals Delphine. In den Ankerbuchten, auch in den bekannten, waren wir immer allein und einsam (auch Rondinara, Spalmatore, Tre Monti). Allerdings war das Baden nicht möglich, das Wasser war schlicht noch zu kalt (ca. 15°C). Im Gegensatz zu den Ankündigungen trafen wir nirgends Bojen an, wir waren offenbar noch zu weit ausserhalb der Saison. Bei den besuchten Städtchen waren Maddalena das Highlight, auch S. Teresa und vielleicht auch Castelsardo ist einen Besuch wert, alle anderen Orte (inkl. Palau) und die Retortenhäfen brauchen nicht dringend einen Besuch. In der Bonifacio-Strasse hatte es einmal stockdichten Nebel, eher ungewohnt für diesen eher windigen Ort. Die abschliessende harte Kreuzfahrt mit 6-7 bf über 8 Stunden zu zweit wird auch im Gedächtnis haften bleiben. Aber das Wetter: immer sonnig und (fast) immer mehr als genügend Wind! Phantastisch und herrlich.
Schiff: eine sechsjährige Charter-Oceanis 381! Aber tatsächlich hatten wir absolut keine Probleme mit diesem Schiff, perfekt gepflegt und im besten Zustand, vollständig ausgerüstet. Andromeda-Charter ist ein Familienunternehmen (Familie Ferretti) mit rund 7 Schiffen und machen alles selber, auch eine ausführliche Uebergabe und sehr ausführliches Check-out (auch die Löffel wurden gezählt!) inkl. Taucher. Wir waren mehr als zufrieden.
Reise: Die Hinreise mit Bahn bis Genua und Fähre bis Porto Torres, auch die kurze Zugsreise und das Sightseeing in Sassari waren anregend und problemlos. Die Busreise durch die Berge via Tempio wäre ebenfalls wunderschön (bei diesem Wetter sowieso), wenn ein intelligenterer Chauffeur gefahren wäre. Die Rückreise für Daniela ging von Castelsardo über P. Torres nach Genua zurück nach Zürich, wir benützten nach der kurzen Busfahrt die nächtliche Moby-Fähre von Olbia nach Livorno und fuhren mit der Bahn via Florenz und Mailand nach Zürich zurück.
Gesamt: Segelferien vom Besten: immer schönes Wetter, immer Wind, viele Inseln, viele Ankerbuchten, sauberes Meer, genügend Häfen, spannend und vieles zu entdecken, meistens freundliche Leute, ein zuverlässiges und vollständig ausgerüstetes Schiff, eine nette Crew.

  Uebersicht     Bilder    Logbuch-Auszug    Zusammenfassung     weitere Infos / Links

Links / Revier-Info Infos / Bilder / Links / Reiseberichte
weitere Infos:
Vercharterer www.andromedanautica.com, via Agentur www.chartertransparenz.de; Fahrpläne via SBB, Trenitalia, www.faehreonline.com, die lokalen Busse ARST, Busse/Züge der Ferrovie della Sardegna, Hafenhandbuch "Tyrrhenisches Meer Süd" vom Nautik-Verlag, Segeln mit Segelclub USZ, weitere Berichte von Segeltörns mit Baur unter Baur's Segeln

Uebersicht     Bilder    Logbuch-Auszug    Zusammenfassung     weitere Infos / Links

 
zur Homepage Baur

 
zu Baur's Segeln