Segeln zwischen den Inseln mit 4 bf Wind

Segel-Törn
 Sardinien 2003

(Rund Sardinien im Uhrzeigersinn ab Portisco)

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Zeitpunkt:

4. - 18. Oktober 2003
 

Uebernahme:
Rückgabe:

Portisco (Costa Smeralda)
Alghero

Hin-/Rückreise:

mit der Bahn nach Genua, Fähre nach Olbia und Bus nach Portisco. Rückreise mit Bahn bis Olbia, Fähre nach Genua und Zug zurück nach Zürich. Fahrplan

Karte:
(mit Klick auf die Karte erscheint die Route im Detail)

 

Route / Etappenorte

Portisco - Bucht Ruja (Anker) - S. Maria Navarrese - Corallo - Villasimius - Cagliari - Bucht Porto Pino (Anker) - Torregrande - Alghero
 

Spezielles:

 

Schiff: Bénéteau Oceanis 393 "Denebola"
(siehe auch Tech. Daten)

Länge:

11.94

Baujahr:

2002

Breite:

3.96

Kojen:

6

Tiefgang:

1.90

Segelfläche:

Gr 32, RG 43

Verdrängung:

7780kg

Motor:

Volvo D2-55, 55 PS

Werft: Bénéteau 
 

Vercharterer:

North Sardinia Sail
 

Ausschreibung:

Information im Internet und als Flyer
 

Skipper/Crew:

Toni Baur /
Elisabeth, Barbara, Marco

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(c) Toni Baur
  

 

 

Unterwegs auf der Fähre, Blick auf Genua Im Hafen Portisco, hinten gegen SE die Berge von Monte Malori Fahrt gegen Süden gegen Olbia am Capo Figari vorbei

 

 

Südlich Porto Corallo der schöne Badestrand nach Sonnenuntergang Villasimius, meine Crew geniesst den westlichen Badestrand Capo Teulada, der südlichste Punkt von Sardinien

 

 

Sonnenuntergang unter Anker bei Porto Pino Alghero, Stadtmauer bei Sonnenuntergang Capo Caccia mit dem weitreichenden Leuchtturm

 

 

Marco im Sturm, immer zuversichtlich Wieder zurück in Alghero, Blick zum Capo Caccia Die sehenswerte Grotte Nettuno mit vielen Stalagmiten und Stalaktiten und ausgeleuchteten Sintergebilden

 

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(c) Toni Baur

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Die Route
(Auszug aus dem Logbuch)

Fr/Sa 3./4.10. Reise von Zürich nach Genua, Fahrt mit Tirrenia nach Olbia, mit Bus weiter
nach Portisco
. Schiffsübernahme, Einkaufen und kleine Reparaturen. Meist sonnig, später windig (bis 6bf), abends Gewitter. Barbara krank (stimmlos).
So 5.10. Hafentag (im Hafen 7-8 bf, starke Regenfälle und Gewitter). Retablieren des Schiffs (Ankerlicht u.a.), Kennenlernen der elektronischen Ausrüstung, Sicherheitseinweisung. Besonderes: Hausschlüssel über Bord.
Mo 6.10. Portisco - Bucht Ruja nördl. Capo Comino (41.1 sm, morgens SW 5, nachm SE 2, sonnig, warm).  Schöner Segeltag, landschaftlich und navigatorisch sehr abwechslungsreich (Insel-Slalom); Ankerbucht mit Schwimmen und Candle-Light-Dinner im Cockpit.
Di 7.10. Bucht Ruja - S. Maria Navarrese (45.5 sm, W-SW 5-7, nachm S-SW 1-3, sonnig). Spannender Segeltag, plötzliche Windwechsel von 2 auf 7 und umgekehrt. Starkwindsegeln mit Reff2.
Mi 8.10. Hafentag. Ausgeprägte Mistrallage, Wetterbericht mit Böen bis 9bf, Fallböen im Hafen mit über 30kn. Ferientag und ausgedehntes Sighseeing.
Do 9.10. S. Maria - Porto Corallo (36.8 sm, morgens SE1-2, nachm SW-W 5-8, bewölkt, meist sonnig). Delphine gesichtet, harter und schneller Segeltag mit 2. Reff (10.3kn über Grund!). Spannender hörbarer Wechsel von SE1 auf SW5.
Fr 10.10. Porto Corallo - Villasimius (26.7 sm, W3-N2-E2-SE2, sonnig). Gemütlicher und warmer Tag. Nächtliche Einfahrt eines Einhandseglers mit kritischen Hafenmanövern.
Sa 11.10. Villasimius - Cagliari (23.3 sm, NE1-SE3, sonnig). Lange Hafenplatzsuche, eingeklemmt neben SuperMaramu und Bavaria 34. Marco ergänzt ab heute die Crew. Ausgang im nächtlichen Cagliari.
So 12.10. Cagliari - Bucht Porto Pino (46.4 sm, W1-E3-NE5, sonnig). Sehr eindrucksvolle Umrundung Capo Teulada, gute Fahrt, schöner Sonnenunter- und Mondaufgang. 
Mo, 13.10. Bucht Porto Pino - Torregrande (73.3 sm, sonnig, SE-NW 1-5, sonnig). Unruhige Ankernacht mit Wind bis SE7, frühes Ankerlichten (6 Uhr) und sehr lange Fahrt nach Norden mit 3h-Wachturnus. Späte Ankunft in Torregrande (im Golf von Oristano) durch sehr seichtes Wasser.
Di, 14.10. Torregrande - Alghero (51.7 sm, E1-5, bedeckt). Viel Motorfahrt mangels Wind. Elisabeth wird krank. Sightseeing Alghero, sehr schöne Stadt).
Mi, 15.10. Alghero - Fornelli-Passage - Alghero (61.9 sm, NE3-8, bedeckt, tws. Regen). Zuerst spannende Umrundung C. Caccia, dann hart am Wind mit NE7 bis kurz vor der Fornelli-Passage, grosser Riss im Genua, deshalb umgekehrt nach Alghero mit Raumwind und später unter Motor.
Do, 16.10. Hafentag, Segel ist in Reparatur. Ausführliches Sightseeing in Alghero, Abklärung über Abgabe und Heimreise ab hier (beides ist möglich).
Fr, 17.10. Sightseeing Nettuno-Grotten mit Touristen-Motorschiff. Segel noch nicht hier.
Sa/So 18./19.10. Abgabe des Schiffs mit einigen Mängeln wie def. Segel, def. Autopilot, def. Elektroboiler, undichte Fenster, etc., aber ohne Zusatzzahlung One-Way und ohne Kosten für uns. Heimreise: per Zug nach Olbia, mit Fähre wie geplant nach Genua (viel Verspätung) und mit Bahn bis Zürich.

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Zusammenfassung:  

Daten: 406.7 sm unterwegs, davon 289.7 sm unter Segel. Rund 22 Betriebsstunden unter Motor. Windstärken: ca. 2h 8bf und mehr, ca. 9h 6-7bf, ca. 23h 4-5 bf.
Erlebnisse: Segeln mit viel Starkwind, Hafentage wegen zu viel Wind (Portisco und S. Maria), ungemütliche Ankernacht mit Starkwind (über 30kn), jeweils sehr lange Segeltage. Segelriss im 3. Reff bei 8bf und Entscheid zur Umkehr vor der Fornelli-Passage. Spannende Wetterlage: Zuerst extremer Mistral, d.h. westlicher Starkwind (wir sind leeseitig von Sardinien), anschliessend Wechsel auf E-Windlage (bei Wien 1030, bei Sizilien 1000), und wir sind wieder leeseitig und etwas geschützt, also viel Wind aber keine hohen Wellen. In Alghero trotz dem Segelmalheur spannende Exkursion zur Nettuno-Grotte (soll die schönste im Mittelmeer-Raum sein) und in Alghero. Trotz Oktober und Wind war es meist warm und sonnig.
Crew: Sehr kleine Crew, erste Woche zu dritt (wovon Barbara krank), zweite Woche zu viert (hier Elisabeth teilw. krank). Für Marco ist es der erste Törn nach B-Schein-Theorieprüfung, der zweite insgesamt. Trotz der teils widerlichen Verhältnissen (zB stürmische Ankernacht, viel Starkwind) und unerwarteten Ereignissen (Segel defekt, viele Hafentage, Krankheiten) hervorragende Stimmung und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Schiff: Am Ende der zweiten Saison ist schon recht viel kaputt an diesem sonst guten Schiff. Beim Einchecken mussten verschiedene Reparaturen vorgenommen werden (inkl. Top-Licht etc.). Der Segelriss war vorhersehbar, da die UV-Abdeckung des Genuas eine gelöste Naht hatte (das nächste Mal achte ich viel mehr auf den Zustand der Segel). Für 4 Personen war das Schiff sehr luxuriös. In Alghero waren wir am Steg der Partnerorganisation von North Sardinia Sailing (deshalb kehrten wir auch um), trotzdem dauerte es zu lange für die Segelreparatur. So zahlten wir keinen One-Way-Zuschlag, da diese Hafentage nicht unsere Schuld waren.
Reise: mit öffentlichem Verkehr, d.h. per Bahn nach Genua, mit Fähre nach Olbia und mit dem Bus nach Portisco. Die Rückreise zusätzlich mit einer Inseldurchquerung per Zug von Alghero nach Olbia. Auf der Heimreise hatte die Fähre viel Verspätung, so verpassten wir den geplanten Zug in Genua, erreichten knapp per Taxi den nächsten Zug, der bis Zürich auch nochmals Verspätung hatte.
Gesamt: Heftiger Törn mit viel Potential für Erfahrungen (Schiff, Wetter, Entscheidungen). Rund Sardinien ist trotz allem eine grosse Herausforderung, kein Platz für Hafentage oder dann wenigstens einen Nachttörn. Das Schiff muss in einem sehr guten Zustand sein. Sardinien gefällt aber auch im Süden, nicht nur bei der Costa Smeralda, und empfiehlt sich für einen erneuten Besuch.

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Revier-Info: siehe die Zusammenstellung

weitere Infos
Vercharterer North Sardinia Sail; Fahrpläne via SBB und Trenitalia und www.faehreonline.com; Hafenhandbuch "Tyrrhenisches Meer Süd" vom Nautik-Verlag; Segeln mit Segelclub USZ; weitere Berichte von Segeltörns mit Baur unter Baur's Segeln.

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